Afrikanischer Schmuck von „Jabulani Jewellery“

Afrikanischer Schmuck aus Durban

Mein/dein Besuch bei „Jabulani Jewellery“ in Durban!

Afrikanischer Schmuck der Zulu aus Südafrika.

Musiker Durban - afrikanischer SchmuckDurban ist für mich eines der schönsten Städte Südafrikas. In Durban hatte ich den Eindruck, dass „schwarz und weiß“ Seite an Seite, gemeinsam in Frieden lebt. Oder war das nur meine subjektive Wahrnehmung? 43 Jahre Apartheid muss doch unglaublich tiefe Wunden hinterlassen haben!

Für meinen Laden Afrika hautnah bin ich 2008 nach Durban gereist um „Jabulani Jewellery“ zu besuchen. Eine kleine Firma, die „Zulu-Schmuck“ herstellt. Ein traditioneller, afrikanischer Schmuck der beliebt und bekannt ist wegen seiner bunten und feinen Perlenarbeit. Man erzählte mir, dass „Jabulani Jewellery“ noch während der Apartheid gegründet wurde und sie damals ihre Arbeit als stillen Protest gesehen haben. Schon der Name „Jabulani“ ist Zulu und bedeutet „sich freuen“ oder auch „Freude und Glück weitergeben“. Was ist bzw. was heißt eigentlich Zulu? Zulu ist eine Volksgruppe, die zu der größten ethnischen Gruppe Südafrika zählt und so nennt man auch die Sprache die sie sprechen „Zulu“.

Afrikanischer Schmuck

Die Gründerin von „Jabulani Jewellery“ ist Paula Goosen. Eine sehr sympathische und kreative Südafrikanerin. Mit ihr hatte ich vor meiner Reise intensiven E-Mail Kontakt. Sie schrieb mir viel über ihre Arbeit, ihre Philosophie und was der afrikanische Schmuck für sie bedeutet und erzählte natürlich von den Zulu-Frauen mit denen sie seit vielen Jahren zusammen arbeitet. Ich wollte mir ihre Firma anschauen und flog zu ihr nach Durban.

Schon der Empfang an der Tür war sehr herzlich. Paula führte mich durch die Räume und stellte mich den Frauen vor, die gerade den Schmuck herstellten. „Nichts für mich“, dachte ich im stillen. Die Perlen die sie auffädelten waren so winzig. Aber sie machten es in einem rasenden Tempo; fast blind und in Windeseile war eine Kette oder ein Armband fertig hergestellt.

afrikanischer Schmuck aus Südafrika

Afrikanischer Schmuck – Armband von „Jabulani Jewellery“

Paula erzählte mir, dass täglich Frauen zu ihr kämen und arbeiteten. Sie bringe aber auch Perlen in die Dörfer, damit die Frauen und mittlerweile auch Männer Zuhause bei ihren Familien sein und gleichzeitig für sie arbeiten können. Ihre Angestellten kommen hauptsächlich aus der Ndwedwe Region, das liegt ca. 75 km von Durban entfernt. Weiter erzählte sie mir; anfangs habe sie traditionelle Zulu-Schmuck herstellen lassen. Das Muster war aber für die meisten Kunden zu ethnische. Somit überlegt sie gemeinsam mit einer Gruppe Zulu-Frauen was man ändern könnte, ohne das Traditionelle aus den Augen zu verlieren. Herausgekommen ist eine große Palette an verschiedenen Designs. Das traditionelle Zulu-Muster ist aber noch heute Bestandteil ihrer Kollektion.

Mavis Zakithi afrikanischer Schmuck

Mavis Zakithi

Während meines Rundgang durfte ich Mavis Zakithi kennenlernen. Sie ist im Dorf Wosiyani im Distrikt Ndwedwe geboren. Ihr Familie musste die schrecklichen Ereignisse während der Apartheid hautnah miterleben. Ihr ältester Bruder und ihr Vater wurde getötet. Sie selbst hat zwei Jungen und drei Mädchen. Mavis arbeite seit der Gründung von „Jabulani Jewellery“ 1990 mit Paula zusammen und ist sehr glücklich über diese Chance. Von ihrem regelmäßigen Einkommen, konnte sie ihre Kinder zur Schule schicken. Ihr ältester Sohn besucht sogar die Universität. Mit einem Augenzwinkern sagte sie mir, dass sie in der Familie das Geld verdiene. Ihr Mann wäre Zuhause und müsse sich um den Haushalt, die Hühner, Rinder und das Gemüse kümmern und das wäre gut so.

Musa Nkosi afrikanischer Schmuck

Musa Nkosi

Musa Nkosi ebenfalls in Ndwedwe geboren, ist ein Mitarbeiter auf den Paula ganz besonders stolz ist. Wie Mavis so war auch Musas Mutter schon bei der Gründung von „Jabulani Jewellery“ mit dabei. Sie ist bereits verstorben. Aber er und seine Geschwister setzen diese Tradition fort. Musa besucht die Werkstatt in Durban alle zwei Wochen um seinen fertigen Schmuck abzugeben, den er Zuhause hergestellt hat. Die restliche Zeit kümmert er sich um seine kleinen Kinder.

Nicht ohne Grund ist Paula stolz auf ihre Idee und auf die Arbeit „ihrer“ Frauen und Männer vom Volk der Zulu. Ich hatte Anfangs von den Wunden gesprochen, welche die Apartheid in Südafrika angerichtet hatte. Bei „Jabulani Jewellery“ hatte ich den Eindruck, dass man sich auf Augenhöhe begegnet. Ich habe Paula und die Frauen auf die Apartheid angesprochen. Etwas verlegen hat man darauf reagiert, vor allem Paula. Ich hatte den Eindruck, dass diese Zeit am liebsten von allen vergessen werden möchte. Somit habe ich natürlich nicht weiter nachgefragt.

Paula und Martin afrikanischer Schmuck

Paula und Martin

Ich glaube, in Südafrika wird es Generationen dauern, bis sich alle Menschen egal welcher Hautfarbe mit soviel Respekt gegenübertreten, wie ich es in Paulas Werkstatt erlebt habe.

Wenn du „Jabulani Jewellery“ in Durban besuchen möchtest, hier sind ihre Kontaktdaten:

Paula Goosen: paula@jabulanijewellery.co.za

Colleen McKeown: colleen@jabulanijewellery.co.za

Telefonnummer: 0027 031 5631472

Mobil: 082 8956426 oder 083 452 3324

Adresse:  6 Ennisdale Drive – Durban North 4051 – Kwa-Zulu Natal – South Africa

Viel Spaß in Durban wünsche ich dir!

Gefällt dir afrikanischer Schmuck und gibt es etwas, was du gerne über Jabulani Jewellery wissen möchtest?

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Martin
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