Malta – ein kleiner Diamant im Mittelmeer

Anfang des Jahres bin ich gemeinsam mit meiner Freundin für eine Woche nach Malta gereist. Mitten im Februar wollten wir ins Warme und die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genießen. Nur ein kurzer Blick in den Reiseführer hätte uns verraten, dass der Februar der kälteste Monat auf Malta ist. Aber egal, wir waren zufrieden mit 15 Grad und sehr viel Sonne. Erstaunlicherweise waren selbst in der „kalten Jahreszeit“ viele Touristen auf Malta.

Obwohl Malta nur eine Gesamtfläche von 246 km² hat und eine Länge von 27 km, hat diese kleine Insel im Mittelmeer soviel zu bieten. Beginnend mit den über 6000 Jahre alten Megalithtempel bis zu der Herrschaft des Malteserordens ab 1530 und deren fantastische Architektur. Malta war ab 1814 britische Kolonie und wurde erst am dem 21. September 1964 unabhängig. Aber all diese Info findet ihr im Internet und im Reiseführer.

Malta Public Transport

Ich möchte euch hier ein paar Tipps geben, wie ihr euren Aufenthalt auf Malta günstig, einfach und interessant gestalten könnt. Beginnen möchte ich mit der Anreise und wie ihr euch auf Malta fortbewegen könnt. Viele Hotels und Gästehäuser bieten einen Taxishuttle für ca. 25,- € an. Spart euch das. Am Flughafen gibt es einen Verkaufsschalter des öffentlichen Busunternehmen „Malta Public Transport“.

Hier könnte ihr für 21,- € ein „7 – Tages Ticket“ kaufen, mit dem ihr ohne Limit Tag und Nacht auf Malta und Gozo 7 Tage lang fahren könnt.

Wenn ihr nur ein paar Tage auf Malta seid, reicht vielleicht auch ein Einzelticket, welches im Winter 1,50 € und im Sommer 2,- € kostet. Wir waren eine Woche auf Malta und haben dank der Buskarte sehr viel gesehen. Das Busnetz ist unglaublich auf der kleinen Insel. Aber erst einmal zurück zum Flughafen. Wenn Ihr im Flughafen ein Ticket am Schalter gekauft habt, geht ihr aus dem Flughafen raus und dann weiter nach rechts. Hier ist ein kleiner Busbahnhof. Dort halten die Busse X1, X2, X3, X4; die euch zu eurem Ziel bringen. EIN TIPP! Am Flughafen halten auch die „TD“ Busse, z.B. „TD2“, „TD3“, je nach Fahrziel. Sollte auch der „TD“ Bus kommen, der euch zu eurem Hotel bringt, unbedingt einsteigen! Sie sind viel schneller, da sie nicht überall anhalten und auch nicht durch jede Straße fahren. Mit diesen Bussen habt ihr viel Zeit gespart! Auch später immer auf die „TD“ Busse achten und wenn möglich einsteigen! Wie schon erwähnt, ist das Busnetz für die kleine Insel Malta wirklich riesig. Hier könnt ihr euch den Plan herunterladen. „Malta Public Transport“ hat auch ein App, nur ist der für den Gebrauch wenig geeignet. Ich bin unterwegs immer auf die Webseite von „Malta Public Transport“ gegangen um nachzuschauen, mit welchem Bus wir aktuell fahren können. Das war viel einfacher. Im Internet stehen auch die Fahrzeiten, auf die man sich allerdings nicht 100% verlassen kann. Der Grund ist ganz einfach. Bei dem dichten und teils chaotischen Verkehr auf Malta, bleiben auch oft die Busse irgendwo im Verkehrschaos stecken. Ach ja und nicht vergessen! Wenn ihr in einen Bus einsteigen wollt, müsst ihr mit einer Armbewegung signalisieren, dass er bei euch anhalten soll. Sonst fährt er an dir vorbei und lässt dich stehen…

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte während der Busfahrt unbedingt Reisetabletten zur Hand haben. Ich weiß nicht warum, aber die Busfahrer fahren wie…. Aber vielleicht lässt es sich bei den engen Straßen und dem Verkehr nicht vermeiden so wild zu fahren. Von einem Mietwagen würde ich abraten. Parkplätze sind teuer und rar auf Malta. Außerdem muss man nicht mit seinem privaten Mietwagen zum Verkehrschaos beitragen. Mit dem Bus kommt man wirklich in jede Ecke der wunderschönen und interessanten Insel!

Highlight – St. John´s Co-Kathedrale

Ein Highlight jeder Malta Reise ist der Besuch in der St. John´s Co-Kathedrale. Eine Kathedrale erbaut im Auftrag des Johanniter Ordens zwischen 1573 und 1578. Von außen ist die Kirche schlicht und sie verrät nichts von ihrem prunktvollen Inneren. Die Kirche hat selbst mich beeidruckt und den Besuch habe ich nicht bereut. Ins Detail, was man in der Kirche sehen kann, möchte ich hier nicht gehen. Ich möchte dir nur einen TIPP geben, da das die Wenistgen wissen. Im Inneren der Kirche führt eine kleine Treppe, fast unscheinbar, auf einen Balkon. Von oben hat man einen fantastischen Blick auf das Kirchenschiff. Einfach das nette Personal fragen wenn ihr die Treppe nicht findet.

Highlight – Marsaxlokk & St. Paul Pool

Im Reiseführer werden diverse Märkte empfohlen. Ich weiß nicht, vielleicht sind wir verwöhnt von den Märkten die wir bereits im Orient oder Afrika besucht haben. Die Märkte die wir auf Malta gesehen haben waren wirklich nix. Es gibt z.B. jeden Sonntag einen Fisch Markt in Marsaxlokk. Das liegt im Süd-Osten der Insel. Wie gesagt, vielleicht war der Markt früher mal interessant, heute ist er eine einzige Enttäuschung. Man findet dort ein Sammelsorium an Gebrauchsgegenständen aus Plastik sowie altmodische Schuhe und Bekleidung. Ein wenig Fisch und noch weniger maltesische Delikatessen findet man zwischendurch dann doch mal. Nicht zu glauben aber das kleine Örtchen ist jeden Sonntag überfüllt mit Touristen. Ist der Markt vorbei und die Touristen sind gegangen, bietet sich ein ganz anderes Bild von Marsaxlokk, ein sehr wunderbares Bild. Eine traumhaft schöne Bucht mit vielen bunten Booten und sehr gemütlichen Restaurants, die zum Wein trinken einladen. In unmittelbarer Nähe ist der „St. Paul Pool“. Dort kann man den Architekten „Natur“ bestaunen. Ein schönes Ausflugsziel und die Öltanker, Schornsteine und Krähne in Hafennähe muss man sich einfach wegdenken.

Highlight – Mdina

Zum Schluß möchte ich euch noch meine absolute Lieblingsstadt auf Malta verraten. Es ist Mdina. Die Atmosphäre hat mich einfach gepackt. Jetzt hatten wir das Glück nicht zur Hauptsaison dort gewesen zu sein. Überall sind versteckte Gassen die zum träumen anregen. Ich habe im Reiseführer gelesen, dass Mdina im Mittelalter die „edle Stadt“ hieß. Hier lebte hauptsächlich der maltesische Adel und so fühlte ich mich auch 😉 Für mich eine Stadt, die auf jeder Malta Reise nicht fehlen darf. Hier ein paar Fotos denn die sagen bekanntlich mehr als Wort. Übrigens, die Lieblingsstadt meiner Freundin war Rabat, direkt nebenan. 😉

Ich hoffe dir ein Paar nützliche Tipps für deinen Urlaub auf Malta gegeben zu haben. Eine gute Reise und vielleicht berichtest du ja hier von deinen Erlebnissen.

Dein Martin 🙂

Martin
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